Wien - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lud am Freitag rund 80 Tiroler SchülerInnen der neunten Schulstufe für einen Tag zur Aktion Jugendparlament. Dieses Halbjahr habe man SchülerInnen aus Tirol eingeladen, so die Nationalratspräsidentin, denn das Bundesland habe im Bundesrat derzeit die Präsidentschaft inne.Die SchülerInnen erwarteten am Vormittag Ausschusssitzungen und am Nachmittag fand eine Debatte im Plenum statt. Unterstützt wurden die SchülerInnen von Abgeordneten aller Fraktionen. Von der SPÖ war Jugendsprecherin Laura Rudas dabei, die ÖVP entsandte Jochen Pack, die Grünen Albert Steinhauser, die FPÖ Manfred Haimbuchner und das BZÖ Gernot Darmann.

Die SchülerInnen lernen im Jugendparlament, in ihrem parlamentarischen "Klub" für die eigene Position zu werben, Kompromisse zu suchen, Reden vorzubereiten und über eine Gesetzesvorlage abzustimmen. Bei simulierten Ausschuss- und Plenarsitzungen haben die Jugendlichen Gelegenheit, einmal selbst zu erleben, was es heißt, PolitikerIn zu sein. Und wie im richtigen Parlamentsalltag warten ebenfalls JournalistInnen vor den Verhandlungssälen und wollen Interviews.

Zweimal im Jahr Das Jugendparlament wird ab heuer zweimal im Jahr angeboten. Ziel ist es, bei Jugendlichen Interesse für demokratische Entscheidungsprozesse zu wecken und ihnen ein Verständnis für parlamentarische Abläufe zu vermitteln. Eingeladen werden jeweils SchülerInnen der neunten Schulstufe aller Schultypen. (red, derStandard.at, 16. Mai 2008)