In fünf Bundesländern ist das sogenannte kleine Glücksspiel verboten. Wer in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und im Burgenland an einem Spielautomaten zocken will, muss sich in ein Casino begeben.

In Restösterreich kann man auch in Cafés spielen. Die höchste Automatendichte weist dabei die Bundeshauptstadt auf. Sehr zum Missfallen der Wiener Grünen. Die Stadtökos fordern das Verbot des kleinen Glücksspiels. "Es zerstört Jahr für Jahr tausende Existenzen", sagt der grüne nichtamtsführende Stadtrat David Ellensohn. In jenen Bundesländern, in dem das kleine Glücksspiel erlaubt ist, sei die Zahl der Spielsüchtigen besonders hoch. Mittels Online-Petition (ungluecksspiel.at) wollen die Grünen der SP diesbezüglich Druck machen.

Laut Renate Rapf, Sprecherin von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP), hat man aber ohnehin längst eine Gesetzesnovelle in der Lade. "Wir warten nur noch die Novelle, die es bald auf Bundesebene geben soll, ab." Die Neuregelung für Wien beinhalte Verschärfungen bezüglich Jugendschutz sowie Maßnahmen zur Eindämmung von Spielsucht. "Ein Verbot ist aber nicht vorgesehen. Das würde nur dem illegalen Glücksspiel nutzen." (stem/DER STANDARD; Printausgabe, 17./18.5.2008)