Amstetten - Ein TV-Auftritt von Elisabeth F., Opfer im Inzest-Fall in Amstetten, sei derzeit "nicht geplant". Dies teilte der Anwalt der Opfer, Christoph Herbst, am Sonntag mit. Der Jurist widersprach damit einem Bericht der Boulevardzeitung "Österreich", in dem am Sonntag zu lesen war, die 42-Jährige werde "schon bald im TV auftreten". Als möglicher Sendetermin wurde von der Zeitung der 26. Mai genannt.

Es sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt "nichts Derartiges geplant", so Herbst. Ein TV-Auftritt von Elisabeth F. werde "bis auf weiteres nicht stattfinden", sagte der Jurist. Auch habe am Samstag im Krankenhaus mit den Opfern "kein Krisengipfel" in Sachen weiterer Vorgangsweise die Medien betreffend stattgefunden, so Herbst. Es sei dabei um formelle Dinge wie Geburtsurkunden gegangen, erläuterte Herbst.

ORF kann TV-Auftritt "nicht bestätigen"

Einen kurz bevorstehenden TV-Auftritt wollte auch der ORF am Sonntag nicht bestätigen. "Es gibt keine aktuellen Gespräche. Das Interesse von unserer Seite ist da, wir haben ein Angebot gemacht, aber die Entscheidung liegt selbstverständlich bei der Familie", sagte ORF-Sprecher Rainer Scheuer. Ein möglicher Zeitpunkt für ein Interview mit Elisabeth F. sei "völlig unklar", es gebe "keine Annäherung an ein konkretes Datum". (APA)