Ein mit Hilfsgütern beladenes Schiff ist am Samstag vor der somalischen Küste von Piraten gekapert worden. Das unter jordanischer Flagge fahrende Schiff war mit 4200 Tonnen Zucker aus Dänemark beladen und näherte sich dem Hafen von Mogadischu, als die bewaffneten Seeräuber das Schiff und die zwölfköpfige Besatzung in ihre Gewalt brachten. Der Frachter bewegte sich laut Seefahrtbehörden zuletzt Richtung Norden.

Piratenüberfälle kommen vor der somalischen Küste häufig vor - obwohl Schiffe der US- und der französischen Marine dort patrouillieren, um die Hilfsgütertransporte für das von Chaos und Gewalt zerrissene Land zu schützen.

Anfang April wurde eine französische Luxusyacht vor der Küste Somalias entführt. Die Seeräuber gaben ihre Geiseln und die Yacht eine Woche später gegen ein Lösegeld des Reeders von rund 1,3 Millionen Euro frei. (APA/DER STANDARD; Printausgabe, 19.5.2008)