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Wissenschafter laden in der "Langen Nacht der Kinderkrebsforschung" zu Erlebnisführungen in die Labors.

Foto: Archiv
In der "Langen Nacht der Kinderkrebsforschung" am 29. Mai öffnet die St. Anna Kinderkrebsforschung ihre Tore, um Kindern ab acht Jahren die wissenschaftliche Aspekte im Kampf gegen die Krankheit spielerisch näher zu bringen. Von 17.00 Uhr bis 22.00 stellen Wissenschafter und Ärzte in der Kinderspitalgasse 6 in Wien-Alsergrund aktuelle Forschungsprojekte vor und laden zu Erlebnisführungen in die Labors.

Dort werden Einblicke in die Erforschung der Krebs- und Abwehrzellen gewährt, die Besucher können Zellen, Chromosomen und Gene aus der Nähe betrachten. Auch Erwachsene haben Gelegenheit, Fragen zu Forschung und Therapie zu stellen. Für Entspannung zwischendurch sorgen die Cliniclowns, Zauberer Tony Rei und die Musiker "die Schandgesellen". Bundespräsident Heinz Fischer hat den Ehrenschutz übernommen und wird in Begleitung seiner Gattin anwesend sein.

Info-Kampagne

Die St. Anna Kinderkrebsforschung koordiniert auch eine Informationskampagne für die breite Öffentlichkeit über die Fortschritte auf diesem Gebiet. "Es begann vor 20 Jahren. Das war die Zeit, in der wir in Wien und Österreich bereits hervorragende Behandlungsergebnisse bei Kindern mit Krebs vorzeigen konnten. Das waren die kombinierten Chemotherapien und die Strahlentherapien. Doch die Ergebnisse blieben fünf bis zehn Jahre gleich. Unser Ziel war es daher, für jene Kinder zu forschen, die keine Chance hatten. Wir wussten, dass wir in die Krebszellen hineinschauen mussten, um neue Behandlungen zu finden", sagte Helmut Gadner, Leiter des St. Anna Kinderspitals in Wien.

Ein Großteil der Forschung in Sachen bösartiger Erkrankungen bei Kindern muss aber über Fonds und Stiftungen finanziert werden. Für die Pharmaindustrie sind die Erkrankungszahlen - in Österreich werden pro Jahr rund 250 Neuerkrankungen an Krebs bei kleinen Patienten registriert - zu klein, um in diesen Bereich viel Geld hineinzustecken.

"Forschen heilt Krebs"

Um dafür mehr Verständnis in der Öffentlichkeit zu finden und um die Fortschritte der Wissenschaft und der Betreuungseinrichtungen "unter die Leut'" zu bringen, gibt es nun das auf zwei Jahre angelegte Kommunikationsprogramm "Forschen heilt Krebs". Neben einem derzeit in Wien ablaufenden Expertensymposium wird es zu zahlreichen Publikumsveranstaltungen und Aktionen - auch für ehemalige Patienten - kommen. Außerdem wird die Wiener Otto Pammer Filmproduktion einen Dokumentarstreifen drehen. Das Projekt ist mit 600.000 Euro dotiert. Beteiligt ist auch die Deutsche Kinderkrebsstiftung, die mittlerweile aus Spendengeldern wissenschaftliche Studien jährlich neu mit drei Millionen Euro unterstützt. (APA)