Wien - Die Wiener Städtische Versicherung (Vienna Insurance Group) hat im ersten Quartal 2008 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und mit verrechneten konsolidierten Prämien (ohne sonstige Versicherungsbeteiligungen) von insgesamt 2,31 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 14,5 Prozent erreicht. Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich um 23,9 Prozent auf insgesamt 124,85 Mio. Euro. Das teilte das Unternehmen am Dienstag ad-hoc mit.

Mehr als 1 Mrd. Euro der Prämien stammte dabei aus den Ländern Mittel- und Osteuropas.

Auch die Combined Ratio des Konzerns nach Rückversicherung (ohne Berücksichtigung von Veranlagungserträgen) hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode weiter verringert. Sie liegt im 1. Quartal des laufenden Jahres trotz der Schäden aus den Stürmen "Paula" und "Emma" bei 95,5 Prozent (1. Quartal 2007: 96,4 Prozent).

In Hinblick auf die Situation auf den Kapitalmärkten war im 1. Quartal 2008 ein Rückgang im Finanzergebnis auf 175,58 Mio. Euro (minus 14,5 Prozent) zu verzeichnen. Dies sei vom guten technischen Ergebnis mehr als wettgemacht worden und habe insgesamt zu der deutlichen Steigerung des Konzerngewinns von rund 24 Prozent geführt, heiß es.

250 Mio. Euro-Hybridanleihe

Die Versicherung (Vienna Insurance Group) plant eine Hybridanleihe mit einem voraussichtlichen Volumen von 250 Mio. Euro zu begeben, teilte das Unternehmen am Dienstag ad-hoc mit. Die Anleihe soll eine unbefristete Laufzeit und während der ersten zehn Jahre einen fixen Kupon haben. Das Unternehmen wird ein ordentliches Kündigungsrecht nach Ablauf von zehn Jahren in Anspruch nehmen können.

Die Anleihe wird laut Unternehmensmitteilung auf die Eigenmittel angerechnet. Der Erlös soll u.a. zur weiteren Stärkung der Eigenmittel und zur Finanzierung von Akquisitionen in Zentral- und Osteuropa verwendet werden.

Die Konditionen der Anleihe sollen aufgrund der Nachfrage im Bookbuilding-Verfahren sowie auf Basis der aktuellen Marktbedingungen ab Ende Mai festgelegt werden.

Zukaüfe in Ungarn und der Ukraine

Die Städtische plant Zukäufe in Polen, der Ukraine, wenn möglich auch im Baltikum sowie in Ungarn und möchte auch im Lebensgeschäft in der Türkei einsteigen - und begibt deshalb Anfang Juni eine Hybridanleihe im Volumen von voraussichtlich 250 Mio. Euro. Derzeit würden einige Angebote geprüft, sagte VIG-Chef Günter Geyer am Dienstag.

Die ersten zehn Jahre könnte die unbefristet laufende Anleihe einen fixen Kupon von etwa 8 bis 8,125 Prozent haben, hieß es heute in den Presseunterlagen der VIG. Die Zeichnungsfrist für Privatkunden soll von 2. bis 4. Juni laufen (vorzeitige Beendigung vorbehalten), das Pricing ist für 30. Mai vorgesehen. Die Stückelung sei mit 1.000 Euro extra privatkundenfreundlich gestaltet worden. (APA)