Das amerikanische Telekommunikationsunternehmen Verizon Wireless unterstützt jetzt das freie Betriebssystem Linux und ist der LiMo Foundation (Linux Mobile) beigetreten, die sich für die Verbreitung von Linux auf Mobilgeräten einsetzt. Verizon Wireless ist das erste Mobilfunkunternehmen in den USA, das LiMo unterstützt. In Europa und Asien fand Linux bislang mehr Freunde, unterstützt wird das System aber auch schon von den Geräteherstellern Motorola, Samsung und LG.

Der Einsatz von Linux schließt andere Betriebssysteme nicht aus

Verizon erklärte, es erwarte, dass LiMo zur bevorzugten Software im eigenen Netzwerk werde. Der zuständige Vizepräsident Kyle Malady erklärte, Verizon werde im nächsten Jahr sowohl einfachere als auch sogenannte Smart-Phones mit LiMo auf den Markt bringen. Der Einsatz von Linux schließe andere Betriebssysteme nicht aus, betonte Malady. Verizon werde weiter Geräte mit verschiedenen Systemen anbieten. Neben Verizon Wireless haben sich zuletzt auch das südkoreanische Mobilfunkunternehmen SK Telecom und Mozilla, Hersteller des Firefox-Browsers, der LiMo Foundation angeschlossen.

"Android"

Im Gegensatz zum PC-Markt, den die verschiedenen Windows-Versionen von Microsoft beherrschen, die auf rund 90 Prozent der Computer laufen, gibt es im Mobilfunk zahlreiche konkurrierende Systeme. Microsoft ist hier nur einer von mehreren Anbietern. Stark vertreten ist zum Beispiel Symbian, das besonders von Nokia genutzt wird. Verizon Wireless vertreibt auch Geräte mit einem Betriebssystem von Qualcomm. Apple nutzt ein eigenes System für das iPhone. Ein weiteres Betriebssystem namens "Android" wird von Google entwickelt.(APA/AP)