Rangun - Burmas Militärregierung erhofft sich von der anstehenden Geberkonferenz für die Opfer des Zyklons "Nargis" Hilfszusagen von mehr als elf Milliarden Dollar. Diese Summe nannte der Generalsekretär der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN), Surin Pitsuwan, am Mittwoch. Die Höhe der erbetenen Hilfe sei momentan aber nicht nachprüfbar, weil eine unabhängige Einschätzung des Schadens gar nicht möglich sei, betonte er. An die Junta richtete er deshalb den Appell, Asean-Beobachter ins Land zu lassen. Die Geberkonferenz soll unter Federfühung der Asean-Staaten und der Vereinten Nationen am Sonntag in Rangun stattfinden. Auch Deutschland wird daran teilnehmen. Die restriktive Haltung der Militärregierung von Burma im Umgang mit ausländischen Helfern und Hilfsgütern hatte weltweit scharfe Kritik hervorgerufen. Durch den Wirbelsturm "Nargis" wurden zu Monatsbeginn fast 134.000 Menschen getötet oder werden noch immer vermisst. Nach UN-Einschätzung kämpfen bis zu 2,4 Millionen Menschen in Rangun und dem Irrawaddy-Delta ums Überleben. (APA/Reuters)