Tiflis - Georgiens Opposition will aus Protest gegen angeblichen Wahlbetrug die Arbeit des künftigen Parlaments boykottieren. Oppositionsführer Lewan Gatschetschiladse rief die Georgier am Freitag zudem zu einer Demonstration am Montag, dem Unabhängigkeitstag des Landes, auf. David Gamkrelidse, einer der Anführer des größten Oppositionslagers, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, wenn man das Ergebnis der Wahl nicht anerkenne, dann sei es logisch, dass man auch kein Mitglied des Parlaments werden könne.

Wahl nicht ohne Probleme

Unterdessen räumte die georgische Außenministerin Eka Tkeschelaschwili ein, dass die Wahl nicht problemlos vonstattengegangen sei. Der perfekte Ablauf aller Dinge gemäß der europäischen Standards sei unmöglich gewesen.

Der georgische Staatspräsident Michail Saakaschwili hat seine Partei zur Siegerin der Wahl vom Mittwoch erklärt. Die Opposition sprach von einer "kriminellen Wahl" und warf Saakaschwilis Lager Betrug vor. (APA)