Washington – Der Vorwahlkampf in den USA startet in seine letzte Woche: Der führende demokratische Präsidentschaftsbewerber, Barack Obama, erklärte sich vor der Kubanisch-Amerikanischen Nationalstiftung in Miami grundsätzlich zu einem Treffen mit dem kubanischen Staatschef Raúl Castro bereit. An den bestehenden Sanktionen wollte er aber nicht rütteln. Damit bemühte er sich um die Unterstützung der Exilkubaner, die bei der Präsidentenwahl in Florida den Ausschlag geben könnten. 2000 hatte dieser Staat George W. Bush den Sieg gebracht.

Obamas republikanischer Kontrahent, John McCain, versuchte Bedenken zu zerstreuen, er sei mit 71 Jahren nicht mehr fit genug für das Präsidentenamt. Er veröffentlichte ein Gutachten, wonach er keinen Krebs hat, sein Herz stark ist und er auch sonst gesund ist.

Clinton wird nicht Obamas Vize

Hillary Clinton sagte indes, sie plane nicht, Vizepräsidentin unter Obama zu werden. Und Ex-Präsident Jimmy Carter geht davon aus, dass sich die letzten Superdelegierten rasch nach der letzten Vorwahl am 3. Juni für ihren Kandidaten entscheiden werden. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 26.5.2008)