Paris - Aus Empörung über das Verhalten der burmesischen Militärführung hat sich Frankreich geweigert, eine Schiffslieferung mit Hilfsgütern für die Zyklon-Opfer in Burma (Myanmar) zu entladen. Die 1000 Tonnen Ladung des Schiffes "Mistral" würden ins thailändische Phuket umgeleitet und an das Welternährungsprogramm (WFP) übergeben, erklärten das Außenministerium und das Verteidigungsministerium am Sonntag in Paris. Das WFP solle die Hilfslieferung dann zu den Opfern in Burma bringen. Es sei in keiner Weise gerechtfertigt, Opfern einer Katastrophe Hilfe vorzuenthalten, erklärten die Ministerien in einer gemeinsamen Stellungnahme. Es sei "besonders schockierend", dass die burmesischen Behörden es ablehnten, dass die seit dem 17. Mai vor dem Irrawaddy-Delta zur Verfügung stehenden Hilfsgüter an Bord der "Mistral" nicht direkt zu den Opfern gebracht werden dürften. Dabei gebe es im Irrawaddy-Delta die meisten Opfer des Zyklons "Nargis", "einer der größten Naturkatastrophen der Geschichte", betonten die Ministerien. (APA)