Wien - Für die am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Halbjahresergebnisse des niederösterreichischen Energieversorgers EVN prognostizieren Wertpapierexperten Zuwächse bei Umsatz und Ergebnissen. Die durchschnittliche Umsatzschätzung der Raiffeisen Centrobank (RCB), Erste Bank und UniCredit (CA IB) lautet auf 1.368,40 Mio. Euro, daraus errechnet sich im Vergleich zu den ersten zwei Quartalen 2006/07 ein Plus von 9,2 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollte in der Konsensusprognose um 5,1 Prozent auf 269,3 Mio. Euro ansteigen. Der Betriebsgewinn (Ebit) wird bei 178,2 Mio. Euro gesehen (plus 3,7 Prozent) und der Nettogewinn wird von den Experten im Schnitt mit 190,7 Mio. Euro (einem Plus von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) erwartet.

Ein Analyst sieht gerade die Weitergabe der Großhandelsstrompreise an die Endverbraucher als bedeutend für die zukünftige Gewinnentwicklung des Unternehmens an. Da in Niederösterreich Landtagswahl war, sei es möglich dass die gestiegenen Großhandelsstrompreise sozusagen als Wahlgeschenk nicht an die Verbraucher weitergegeben werden, sagte der Experte. "Daraus wird leicht ein Politikum gemacht", ergänzte er weiter. "Sollten die Großhandelsstrompreise vom Unternehmen an den Endverbraucher weitergegeben werden, kann die EVN die Vorjahresergebnisse weiterhin schlagen", so der Analyst. Ein anderer Experte erwartet weiter steigende Umsätze, aber schwächere Margen aufgrund von höheren Temperaturen. (APA)