Im April ging es an den internationalen Märkten wieder bergauf. Besonders risiko_reiche Anlagen wie Aktien oder Schwellenländeranleihen zählten zu den Gewinnern des neuen Risikoappetits der Investoren. Für Fondsanleger ist der Monat April damit der erste Lichtblick seit langem. Von den 11.403 im deutschsprachigen Raum zugelassenen Fonds lagen immerhin 9306 im Plus, das sind mehr als 80 Prozent. Im Schnitt konnten Anleger mit Fonds im April einen Ertrag von 3,2 Prozent verdienen, wie e-fundresearch.com erhoben hat.

China erstarkt

Von dem starken Rebound konnten vor allem China-Aktienfonds profitieren. Sie gehören erstmals seit November 2007 wieder zu den Gewinnern.

Am besten schnitt im April der „Heritage – China Absolute Return CHF“ ab. Der Fonds investiert in China und wird von Jacques Mechelany gemanagt. Im April brachte das Produkt seinen Anlegern 28 Prozent. Auch zahlreiche andere China-Aktienfonds konnten mit deutlich zweistelligen Erträgen glänzen. Insgesamt sind elf der 30 Top-Fonds im April China-Aktienfonds.

Türkei holt auf

Die zweite Erfolgsstory im April waren Türkei-Aktien. Der türkische Markt hat in den vergangenen Monaten besonders hohe Verluste hinnehmen müssen. Sowohl politische als auch wirtschaftliche Hiobsbotschaften hatten den volatilsten Markt der Welt auf Talfahrt geschickt. Im April gab es jedoch eine Trendwende. Allen voran konnte der „EMIF Turkey B Cap (Load) USD“, ein ETF (Exchange Traded Fund) auf dem türkischen Markt, mit 21,2 Prozent Rendite den stärksten Rebound verzeichnen. Die dritte Erfolgsstory sind brasilianische Aktienfonds. Sie haben sich in den vergangenen Monaten am besten von allen Schwellenländer-Aktienfonds gehalten. Starke Fundamentaldaten, eine hohe Nachfrage nach Rohstoffen und das Upgrade Brasiliens durch die Rating-Agentur S&P auf "Investment Grade" beflügelten die Aktien im April. Besonders die ETFs konnten dabei hohe Gewinne verzeichnen, weil das Indexschwergewicht Petrobras dank Ölfunden vor der Küste Brasiliens eine wahre Kursexplosion erlebt hat.

Gold verliert Glanz

Schlecht schnitten im April Goldminen-Aktienfonds ab. Bis zu 13,7 Prozent gaben diese in den vergangenen Monaten so begehrten Fonds ab. 18 der 25 schlechtesten Fonds setzten auf Goldminen-Aktien. Die Assetklasse gab insgesamt 4,8 Prozent nach, seit Jahresbeginn sogar 8,8 Prozent.

Zu den Verlierern zählten auch einige Hedgefonds sowie philippinische Aktienfonds. Auch die Schweizer und Japan-Anleihenfonds zählten im Vormonat zu den Verlierern. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.5.2008)