Rangun - Die burmesische Militärjunta hat der von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi angeführten Demokratiebewegung vorgeworfen, die verheerenden Folgen des Wirbelsturm "Nargis" zur Anstiftung eines Aufruhrs nutzen zu wollen. Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie (NLD) versuche, "die Unzufriedenheit der Opfer und die Probleme zu schüren, damit die Wut der Öffentlichkeit in Aufruhr ausartet", hieß es am Donnerstag in einem Leitartikel der staatlichen Zeitung "The New Light of Myanmar", des Sprachrohrs des Regimes. Statt mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten, wollten die Regierungsgegner die Lage politisch instrumentalisieren. Dies offenbare den "Egoismus und die Skrupellosigkeit" der NLD.Die Militärdiktatur hatte am Dienstag den Hausarrest für Suu Kyi um ein weiteres Jahr verlängert. Zuvor hatten rund 30 NLD-Anhänger versucht, von der Parteizentrale zum abgeriegelten Haus der Friedensnobelpreisträgerin in Rangun zu marschieren. Die Polizei stoppte die Demonstration laut NLD jedoch und nahm 16 Teilnehmer fest. Durch den Zyklon "Nargis" wurden nach amtlichen Angaben mehr als 133.000 Menschen getötet oder sind seitdem vermisst. (APA/AFP)