Die börsenotierte slowakische Billigfluggesellschaft SkyEurope hat ihre Nettoverluste im ersten Halbjahr 2007/08 (per Ende März) leicht reduziert. Das Nettoergebnis verbesserte sich um 12,1 Prozent von minus 32,5 auf minus 28,5 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich allerdings um 20,7 Prozent auf 36,2 Mio. Euro, geht aus einer Unternehmensmitteilung von heute, Freitag, hervor. Das Eigenkapital war mit minus 36,8 Mio. Euro doppelt so negativ wie im Vergleichszeitraum des Jahrs davor (18,2 Mio. Euro).

Parallel dazu haben sich aber die Passagierzahlen um 32,1 Prozent auf 1,65 Millionen Fluggäste erhöht. Zudem wurden die Kosten gesenkt. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) stiegen um 32,9 Prozent auf 2.156 Millionen.

Mehr Sitzplätze

Die ausgelasteten Passagierkilometer der Liniendienste (RPK) verbesserten sich um 19,1 Prozent auf 1.539 Millionen. Das Sitzplatzangebot ist kräftig gewachsen - um 51,9 Prozent auf 2,4 Millionen.

Der Umsatz pro ASK verringerte sich um 4,7 Prozent, der Umsatz pro Sitzplatz ging um 16,7 Prozent zurück. Aber auch die Kosten pro ASK wurden um 6 Prozent verringert. Die Kosten pro Sitzplatz wurden um 17,7 Prozent reduziert.

Auf das Ergebnis drückten laut SkyEurope-Chef Nick Manoudakis in den vergangenen Monaten die hohen Treibstoffkosten (plus 42 Prozent) sowie die Anlaufkosten für das im Winter gestartete Drehkreuz Wien.

Preiserhöhungen angedacht'

"Eigentlich wollten wir den Break-even im laufenden Geschäftsjahr erreichen", sagte Manoudakis heute. Doch dann kam die eklatante Erhöhung der Treibstoffkosten dazwischen. Wann die Billig-Airline nun tatsächlich in die Gewinnzone fliegen wird, sei angesichts der weitere steigenden Spritpreise nicht abschätzbar. Höhere Ticketpreise seien in einzelnen Märkten denkbar - vereinzelt bis zu 15 Prozent.

"Wir sehen uns jeden Markt einzeln an und prüfen auch, was die Konkurrenz macht", so Manoudakis. Auf einigen Märkten werde es überhaupt keine Preissteigerungen geben, auf anderen seien möglicherweise "um fünf bis zehn bis 15 Prozent" mehr für die Tickets zu bezahlen.

Um die hohen Treibstoffkosten auszugleichen, arbeite SkyEurope zudem an einem Kerosin-Sparprogramm. Als weiteres Plus strich Manoudakis die junge Flotte hervor, mit der treibstoffsparend geflogen werden könne.

Kapazitäten steigen

"Uns ermutigt, dass wir unsere Kosten in den vergangenen sechs Monaten trotz steigender Treibstoffpreise senken konnten - wir sind wahrscheinlich die einzige Fluggesellschaft, die das von sich behaupten kann", so Manoudakis.

Der Aufbau der Wien-Basis mit sechs Flugzeugen sei in den ersten sechs bis zwölf Monaten noch mit höheren Anlaufkosten verbunden, räumte der Airline-Chef ein. Die Kapazitäten stiegen dadurch vorerst stärker als der Umsatz. Im Winter seien 62 Prozent der SkyEurope-Flüge mit neuen Kapazitäten absolviert worden - zu entsprechend niedrigen Einführungspreisen.

Die Anfangsverluste liegen den Angaben zufolge in den Erwartungen. "Das ist eine Investition in die Zukunft - das Wien-Geschäft entwickelt sich plangemäß und wird mit jedem Tag stärker", äußerte sich der SkyEurope-Chef zufrieden über Auslastung und Ertrag. (APA)