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Foto: APA/dpa/Jan-Peter Kasper
Hamburg-Eppendorf - "Wir hoffen nachweisen zu können, dass kortikale Stimulation in Verbindung mit Physiotherapie zu einer deutlichen Verbesserung der motorischen Funktionen führen und somit die Lebensqualität der Patienten nachhaltig steigern kann", erklärt Studienleiter Christian Gerloff vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf.

Behandlung von Funktionsverlusten

Damit startete eine umfassende Studie zur elektrischen Stimulation der Gehirnrinde bei der Behandlung von Funktionsverlusten der Hand oder des Arms nach einem Schlaganfall, wie der Neurologe erläutert. Das Prinzip basiere auf der gezielten Verabreichung elektrischer Impulse auf der Oberfläche des Gehirns mittels einer briefmarkengroßen Elektrode.

Kortikale Stimulation

Zunächst erhielten einige Patienten zehn Wochen lang Stimulation und Rehabilitationstherapie, während die Kontrollpatienten über den gleichen Zeitraum lediglich mit Physiotherapie behandelt würden. Im Anschluss an diese erste Phase erhielten alle Teilnehmer aktive Stimulation in Kombination mit Physiotherapie. Zum Studien-Team gehörten Neurologen, Neurochirurgen und Physiotherapeuten.

Die Großhirnrinde ist die äußere Schicht des Gehirns, die eine Vielzahl neurologischer Funktionen kontrolliert oder beeinflusst. Die kortikale Stimulation kommt während der Physiotherapie von Schlaganfallpatienten zum Einsatz. (APA/AP)