Bonn/Wien - Greenpeace Österreich hat zum Abschluss der UN-Artenschutzkonferenz in Bonn 50 Millionen Euro für den Artenschutz gefordert. "Die Welt kann sich ein Scheitern beim Arten- und Klimaschutz inzwischen nicht mehr leisten, und somit muss auch Österreich aktiv werden, um einen Durchbruch in Bonn zu ermöglichen", meint Greenpeace-Sprecher Bernhard Obermayr.

Ein entscheidender Verhandlungspunkt bei der Konferenz in Bonn sei einmal mehr die Finanzierung der Artenschutz-Programme. Die Ankündigung Deutschlands, fünfhundert Millionen Euro für die nächsten vier Jahre und anschließend denselben Betrag jährlich für den Artenschutz zur Verfügung zu stellen, habe nun doch noch etwas Dynamik in die Verhandlungen gebracht. "Auch andere wohlhabende Länder wie Österreich sind jetzt gefordert, nachdem Deutschland den ersten Schritt gesetzt hat", forderte Obermayr. Analog dazu sollten Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Umweltminister Josef Pröll möglichst rasch zumindest fünfzig Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Urwälder auf unserem Planeten würden in alarmierender Geschwindigkeit vernichtet: "Alle zwei Sekunden wird Regenwald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Allein in Amazonien wurde bereits mehr an Regenwaldfläche dem Erdboden gleich gemacht als Frankreich groß ist", berichtet Obermayr. Der Verlust der Artenvielfalt könne nur noch durch die Einrichtung von Waldschutzgebieten gebremst werden. Dafür würden jährlich rund zwanzig bis 27 Milliarden Euro benötigt. (APA)