Der Gründer der Musiktauschbörse Napster, Shawn Fanning, hat es endlich auch mit einem legalen Unternehmen zu geschäftlichem Erfolg gebracht. Der Computerspiele-Riese Electronic Arts kaufte das auf Spieler ausgerichtete Internet-Netzwerk ThreeSF, wie das US-Unternehmen mitteilte. Der Kaufpreis liege bei 30 Mio. Dollar (19,4 Mio. Euro), berichteten die " Los Angeles Times " und zuvor bereits der Online-Dienst TechCrunch.

Mehr als 60 Millionen User

Fanning ist vor allem als Gründer von Napster bekanntgeworden. Die Musiktauschbörse soll in ihrer Blütezeit mehr als 60 Mio. Nutzer gehabt haben. Die Musikindustrie überzog Napster jedoch wegen Urheberrechtsverletzungen mit Klagen und erzwang die Schließung.

Mittelmäßig

Inzwischen betreibt das Software-Unternehmen Roxio unter dem Namen einen mittelmäßig erfolgreichen Bezahl-Musikdienst. Mit seiner zweiten Firmengründung, dem legalen Musikdienst SnoCap hatte Fanning nur wenig Erfolg. SnoCap wurde im April vom Online-Netzwerk iMeem gekauft, dem Vernehmen nach zu einem niedrigen Preis.(APA)