Eisenstadt - Die nach ihrer Aufstellung im Februar dieses Jahres in Oberschützen dreimal zerstörte Installation "Pflöcke/Korridor" von Peter Wagner soll laut Auskunft des Offenen Hauses Oberwart (OHO) nun wieder aufgebaut werden. Der Künstler hatte im Rahmen der Projektreihe "zone38" des OHO entlang der Pinkafelderstraße (L235) - beim von Nationalsozialisten errichteten "Anschlussdenkmal", das mittlerweile durch eine angebrachte Tafel zum Mahnmal umgewidmet wurde - 70 schwarze Pflöcke aufgestellt.

Sieben von ihnen sollen nun zusätzlich mit rot-weiß-roten Fähnchen versehen werden, so Wagner in einer Aussendung. Mit dem neuerlichen Aufbau der Installation, die nach einer "Beruhigungsphase" erfolge, wolle man in Erinnerung rufen, dass Österreich als selbstständiges nationales Gebilde vor 70 Jahren durch den "Anschluss" an Hitlers Nazi-Deutschland zu existieren aufgehört habe. Diese Auslöschung sei mit dem Aufbau einer beispiellosen Rüstungs- und Kriegsmaschinerie und mit der systematischen Vernichtung von Menschen verbunden gewesen und habe in eine Katastrophe bis dahin unvorstellbaren Ausmaßes gemündet.

Wenn man auf die Pflege von Erinnerungsarbeit insistiere, gehe es "nicht um Denunziation und Verunglimpfung einer irregeleiteten Generation, sondern um schlichte Katastrophenprävention in einer nicht einfacher gewordenen Welt", so Wagner. Eine in über 100 Metern Entfernung zum sogenannten Anschlussdenkmal aufgebaute Installation habe bis dato nicht die Chance gehabt, auch nur einige Tage und Nächte zu überstehen.(APA)