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Zwei Kinder vor dem Zeichen der Hamas in Gaza: Die radikalislamische Organisation hatte vor einem Jahr die Macht im Gazastreifen an sich gerissen.

Foto: APA/EPA/Nassar
Dakar - In der senegalesischen Hauptstadt Dakar haben sich Vertreter der verfeindeten Palästinensergruppen Hamas und Fatah zu Versöhnungsgesprächen getroffen. Ziel sei es gewesen, Meinungsverschiedenheiten auszuräumen und "die palästinensische Familie" zu versöhnen, hieß es in einer am Samstag vom Außenministerium in Dakar veröffentlichten Erklärung. Der Dialog sei "brüderlich und direkt" gewesen.

Vertrauen und Respekt

Es sei gelungen, ein "Klima des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts" herzustellen. Das Treffen der palästinensischen Gesandten kam den Angaben zufolge unter Vermittlung des senegalesischen Staatschefs Abdoulaye Wade zustande, der derzeit den Vorsitz der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) inne hat.

Treffen mit senegalesischen Staatschef

Wade werde sich zu einem späteren Zeitpunkt mit den Anführern von Hamas und Fatah treffen, erklärte das Außenministerium weiter. Einen Zeitpunkt nannte es nicht. Am Freitag hatte ein Sprecher des senegalesischen Präsidenten gesagt, das innerpalästinensische Treffen sei der erste Teil von mehrstufigen Vermittlungsbemühungen zwischen Israelis und Palästinensern. Zunächst sollten die Palästinenser sich untereinander auf eine gemeinsame Position zum Frieden mit Israel verständigen.

Die Hamas hatte am Donnerstag ein Angebot von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) zu einem Dialog angenommen. Die radikalislamische Organisation hatte vor einem Jahr die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Abbas kontrolliert mit seiner Fatah-Organisation das Westjordanland. (APA/ag.)