Wien - In Österreich hat nur jeder Dritte während der TV-Übertragung am ersten EM-Wochenende ein Bier getrunken, ergab eine GfK-Onlineumfrage.

Bei den befragten Männern lag der Anteil bei 38 Prozent. Bei den Frauen griff hingegen nur jede Fünfte während des Fußballspiels zum Gesternsaft. Salzburg fiel aus der Reihe: In Salzburgg stemmten mehr Frauen als Männer ein Krügerl. Im Bundesländervergleich wurde auch deutlich, wo die Freunde des kühlen Blonden zu Hause waren, nämlich in Vorarlberg (42 Prozent) und in Wien (37 Prozent).

Besonders niedrig war der Anteil der fernsehschauenden Biertrinker in Oberösterreich (20 Prozent), Salzburg (21 Prozent) und im Burgenland (22 Prozent). Die Steiermark (25 Prozent), Niederösterreich (27 Prozent), Kärnten (30 Prozent) und Tirol (31 Prozent) lagen im Mittelfeld.

Regionale Unterschiede zeigten sich auch zwischen den Geschlechtern. Gemäß dem gesamtösterreichischen Trend griffen am vergangenen Wochenende auch in den Bundesländern eher Männer als Frauen zum Gerstensaft. Bei den Männern waren die Vorarlberger mit 53 Prozent Spitzenreiter, bei den Frauen tranken die Wienerinnen mit 31 Prozent am meisten. Die Oberösterreicherinnen tranken mit acht Prozent am wenigsten Bier. Allein Salzburg wich vom gesamtösterreichischen Muster ab, dort konsumierten nur zwölf Prozent der Männer, aber 29 Prozent der Frauen Bier.

Hälfte der Österreicher trank ein Krügel

Insgesamt trank rund die Hälfte der Österreicher am Fußballwochenende ein Krügel oder weniger. Jeder Dritte stillte mit zwei Halben seinen Durst und nur jeder Zehnte trank bis zu drei Krügerln des Hopfengetränks. Lediglich neun Prozent der Befragten tranken mehr als drei große Bier.

Die Burgenländer (88 Prozent) begnügten sich mit einem einzigen Krügerl, wohingegen nur 29 Prozent der Salzburger dies taten. Dort trank jeder Zweite gleich zwei Halbe. Spitzenreiter im Bierkonsum war die Steiermark, wo jeder Fünfte mehr als vier Krügel während der Fußballübertragung trank.

Auch in den einzelnen Altersgruppen zeigten sich klare Unterschiede. Generell galt: je jünger, desto eher wurde Bier getrunken. Während bei den 15- bis 29-Jährigen fast jeder Zweite zu Bier griff, war es bei den Über-60-Jährigen nicht einmal mehr jeder Sechste. Ebenso deutlich zeigten sich Abweichungen zwischen den Generationen: Drei Viertel der Über-60-Jährigen begnügte sich mit einem Krügerl oder weniger, bei den 15- bis 39-Jährigen waren es nur 43 Prozent.

Bierliebhaber sind Gesellschaftstrinker

Die Studie zeigte auch auf, dass Bierliebhaber Gesellschaftstrinker sind. Nur 15 Prozent, die ein EM-Match alleine sahen, griffen zum Bier. Hingegen trank jeder Zweite ein Krügerl, der in Gesellschaft von Freunden, Bekannten oder Verwandten am vergangenen Wochenende ein Fußballspiel verfolgte. (APA)