• SCHWEIZ:

    "Blick": "Wir sind draußen. Stich ins Schweizer Herz. Heldenhafte Schweizer verlieren 1:2 gegen die Türken. Nach dem sintflutartigen Regen folgte das Schweizer Tränenmeer. Wir sind Europameister der Pechvögel. Offenbar hatten sich sämtliche Fußballgötter gegen uns verschworen. Aber: Es war zum Schluss auch ein Problem der fehlenden Qualität. Und des fehlenden Mutes. Wieso nicht von Anfang an auf Vonlanthen setzen? Die EM in unserem Land geht weiter. Es wird lange gehen, bis wir wieder eine bekommen. Also: Lasst uns das Fest trotzdem genießen."

    "Basler Zeitung": "Kuhn entschied sich im Schicksalsspiel für die vorsichtige Variante. Dies ging aber nur eine halbe Stunde auf. Danach war das Schweizer Angriffsspiel einfach zu harmlos, um auf diesem Niveau bestehen zu können."

    "Tages-Anzeiger": "Schweizer Endstation in der 92. Minute. Sie wollten die Europameister der Herzen werden. Und zumindest in die Viertelfinals. Nun wurde aus dem Traum ein Alptraum. Irgendwie war das Ende typisch für die Schweizer, gegen die sich an diesem Turnier alles verschworen hatte. Warum nur, warum? Gegen die Tschechen besser, aber glücklos, Frei verloren, dann auch Streller ausgefallen, gegen die Türkei zuerst stark, dem 2:0 so nahe und dann diese Wende."

    "Neue Zürcher Zeitung": "Der Schweizer EM-Traum geplatzt. Das Glück war den Schweizern auch im zweiten Spiel nicht hold. Kann das zweitletzte Spiel in der Karriere eines Fußballtrainers brutaler enden? Die Schweizer Auswahl kann mit beeindruckend viel Wille ans Werk gehen, doch das Tor zu den Viertelfinals erweist sich als zu großes Hindernis."

    "Berner Zeitung": "So hart kann Fußball sein. Die Art und Weise, wie die Schweiz bereits am fünften Tag der EURO 2008 ausschied, ist sehr unglücklich. Hakan Yakin hätte zur großen Figur werden können, aber er verwertete seine Chancen gegen Tschechien und die Türkei nicht. Die EURO 2008 ist aus Schweizer Sicht kein Sommermärchen, sondern ein tränen- und regenreicher Anlass."

    "Le temps": "Vier Tage brauchte die Schweiz bis zum Ausscheiden aus der EURO 2008. Vier Tage um ein Abenteuer zu beenden, das seit fünf Jahren vorbereitet wurde."

    "Le matin": "Der Regen, die Freude, die Tränen. Zwei Jahre, sechs Monate und 27 Tage nach den schändlichen Ereignissen in Istanbul nahm die Türkei eine harte Revanche auf dem Rasen des Gegners und eliminierte ihn aus 'seinem' Turnier."

  • TÜRKEI:

    "Hürriyet": "Jetzt haben wir erst angefangen. Mit diesem Ergebnis haben wir auch die Rechnung beglichen, die wir mit der Schweiz noch von der Qualifikation für die WM 2006 noch offen hatten. In der zweiten Spielhälfte gehörte das Feld ganz uns. Mit Semih Sentürk erzielten wir unser erstes Tor des Turniers, mit der Rakete von Arda Turan kamen wir ins Feiern."

    "Milliyet": "Auferstehung. Die Nationalmannschaft, die die EM schlecht anging und das türkische Volk enttäuschte, besann sich im Spiel gegen die Schweiz auf ihre Stärken und bereitete 70 Millionen Menschen einen unvergesslichen Abend. Es war eine Rückkehr ins Leben. Auf geht's, Kinder! Ihr habt uns (mit dem Spiel gegen Portugal) zwischendurch ganz schön Angst eingejagt. Jetzt gewinnt das Spiel gegen die Tschechen und lasst uns alle zusammen feiern!"

    "Cumhuriyet": "Der Weg nach Wien ist offen. Stress, Druck und Regen ... die Widrigkeiten konnten unsere Nationalmannschaft nicht von ihrem Ziel fernhalten. Im ersten Spiel gegen die Schweiz seit der Qualifikation für die WM 2006 haben wir 2:1 gesiegt und unsere Hoffnungen auf eine Teilnahme am Viertelfinale erhöht."

  • DEUTSCHLAND:

    "Bild": "Land unter in der Schweiz. Der Gastgeber ist raus aus der EM. Die Leidgenossen weinen. Die Türken schießen bei zeitweise strömendem Regen die Schweiz k.o. Statt Fußball-Krieg gab es diesmal eine Wasserschlacht."

    "kicker": "Das Aus für die Schweiz trotz starker Offensive. Arda wirft die Schweizer raus. Ein bitterer Tag für die Schweiz. Altintop und Co. im 'Finale' gegen Tschechien. Semih und Arda zünden als Joker."

  • SPANIEN:

    "Marca": "Die Gastgeber waren zu wenig effektiv. Obwohl beide Mannschaften ihre Chancen hatten, nützten die Türken ihre besser. Die Schweizer werden sich noch lange an die Situation '4 gegen 1' erinnern, die sie gegen Ende des Spieles verjuxten."

    "As": "Die Ungerechtigkeit im Fußball belohnte eine chaotische Türkei. Die Schweiz spielte besser, war geordneter, hatte aber kein Glück. Selten hat ein Resultat so gelogen. Die Schweiz scheidet aus der Eurocopa aus, ohne dass sie es verdient hätte, die beiden Spiele, die sie bisher absolviert hat, zu verlieren."

    "El Pais": "Die Schweiz hatte es von Anfang an nicht leicht gehabt, bei diesem Turnier weiterzukommen, weil sie eben der bescheidenen Klasse des Fußballs angehört. Aber ihr Wille hätte sich wenigstens eine letzte Chance verdient gehabt."