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Grafik: Archiv
Der Verwendung von großen Nationalparks als Inspiration für die Codenamen von Firefox-Entwicklungsversionen bleibt man beim Mozilla-Projekt weiterhin treu: Hinter "Shiretoko" verbirgt sich künftig nicht nur ein japanischer Nationalpark sondern auch die nächste Version des Open Source Browsers. Neues Die Planung von Firefox 3.1 beschränkt sich freilich nicht auf die Wahl eines Codenamens, entsprechend hat man nun einen ersten Entwurf für geplante Verbesserungen veröffentlicht: Demnach soll "Shiretoko" wieder einige Neuerungen spendiert bekommen. Tabs Dazu gehört eine Tab-Preview-Funktion, bei der alle offenen Tabs übersichtlich in einer Überblicksansicht dargestellt werden, ähnlich wie es andere Browser - und einige Firefox Add-Ons - jetzt schon bieten. Diese soll auch durchsuchbar sein. Außerdem soll künftig auch bei der Benutzung von Ctrl+Tab zum Wechsel zwischen einzelnen Tabs eine Miniaturausgabe der betreffenden Seite dargestellt werden. Places Einen Schwerpunkt für Firefox 3.1 setzt man beim Feinschliff für das neue History / Bookmarks-System Places. So soll das Tagging vereinfacht werden, auch das gleichzeitige Taggen von vielen Seiten soll ermöglicht werden. Außerdem will man die Download-History an dieser Stelle integrieren, so dass Smart Folder mit den heruntergeladenen Dateien erstellt werden können. Engine Kleinere Verbesserungen soll es aber auch an der Rendering Engine geben: So will man den HTML5-Video-Tag unterstützen, auch der CSS3-Support soll weiter ausgebaut werden, etwa mit CSS Text Shadows. Als Nebeneffekt soll der Firefox so auch seinen Wert beim ACID3-Test weiter verbessern, aktuelle Entwicklungsversionen haben hier gegenüber dem Firefox 3 schon einige Punkte zugelegt. Zeitplan Einen fixen Zeitplan für den Firefox 3.1 gibt es derzeit noch nicht, lediglich, dass eine erste Alpha für Mitte Juli geplant ist, verrät man derzeit. Gemäß früheren Aussagen soll die neue Browser-Version allerdings noch vor Ende dieses Jahres veröffentlicht werden. Hintergrund Firefox 3.1 versteht sich als Zwischenschritt auf dem Weg zum nächsten großen Update - Firefox 4. Während letzterer wieder grundlegende Umbauten bei der Code-Basis - Stichwort: Mozilla2 - erfahren wird, wird "Shiretoko" auf einer Weiterentwicklung des Gecko 1.9-Code-Zweigs basieren. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 16.06.2008)