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Die Münchner ehren einen der ihrigen, zu Recht: Herbert Achternbusch, hier 1998 in Hamburg.

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München - Mit dem französischen Sozialdrama "Die Klasse" wird am Freitag, den 20. Juni, das 26. Filmfest München eröffnet. Bis zum 28. Juni können die Besucher mehr als 230 Filme aus aller Welt sehen, darunter Spiel- und Fernsehfilme, aber auch Dokumentationen. Die Retrospektive ist dem Künstler, Schriftsteller und Filmemacher Herbert Achternbusch gewidmet, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert.

Neben Werken aus Europa, Lateinamerika und den USA richtet das Festival in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf chinesische Filme. "Das Jahr des Drachen" nennt sich die Reihe mit zwölf Werken, die nicht nur Einblicke in das Alltagsleben des riesigen Landes geben, sondern auch die einschneidenden Umwälzungen in der Gesellschaft thematisieren.

Cine-Merit-Award an Julie Christie

Im Internationalen Programm laufen Streifen wie Peter Greenaways Rembrandt-Biografie "Nightwatching", Barry Levinsons Porträt "What just happened" über einen Hollywood-Produzenten mit Robert de Niro und Francis Ford Coppolas Drama "Jugend ohne Jugend" mit Alexandra Maria Lara über einen Professor, der durch einen Blitzschlag seine Jugend zurückerlangt.

Aus Deutschland sind auf dem Filmfest neben Erstlingswerken auch Streifen bekannter Regisseure zu sehen, darunter Rainer Kaufmann ("Ein fliehendes Pferd"). In der Reihe deutsche Fernsehfilme stellt er neben der Komödie "Ein starker Abgang" auch den turbulenten Familienfilm "Das Beste kommt erst" mit Friedrich von Thun vor. Noch vor Festivalstart ausverkauft sind bereits die Premieren von Jo Baiers "Liesl Karlstadt und Karl Valentin" sowie der neue Film von Marcus H. Rosenmüller, "Räuber Kneißl".

Als besonderer Ehrengast erwarten die Veranstalter die britische Oscar-Preisträgerin Julie Christie. Die Schauspielerin wird am 27. Juni mit dem Cine-Merit-Award für besondere Verdienste um die Filmkunst geehrt. Zum Abschluss des Festivals zeigt Peter Schamoni seinen Dokumentarfilm "Botero - Born in Medellin" über den kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero. (APA/dpa)