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Foto: APA/Jens Wolf
Wien - Schlechte Nachrichten für Fußballfans, die gerne ihren nackten Oberkörper zeigen: Das Sanitätsteam Wien appelliert angesichts des schönen Wetters T-Shirts nicht auszuziehen, eine Kopfbedeckung zu tragen und viel Wasser zu trinken. "Bisher waren während der EURO weniger Hilfeleistungen erforderlich als wir erwartet hätten", sagte Rot Kreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik (ÖRK) bei der Host-City-Pressekonferenz in Wien.

Eincremen und viel Wasser trinken

Ein Großteil der Mitarbeiter wird am bevorstehenden Wochenende ihren Schwerpunkt aus den Bundesländern nach Wien verlegen. Das schöne Wetter wird mehr Besucher anlocken. Der dringende Appell an die Fans laute, die Haut einzuschmieren und sich vor Sonne zur schützen. "Und viel trinken, am besten Wasser", meinte Foitik.

Nach zwölf Tagen 2000 Einsätze

Österreichweit hatte der Sanitätsdienst nach zwölf Tagen EM etwa 2.000 medizinische Interventionen zu verzeichnen. Dabei hat es sich großteils um kleinere Blessuren oder Kopfschmerzen nach übermäßigem Feiern, wie es Foitik nannte, gehandelt. "Unsere Hilfskräfte mussten bisher öfter den Stadtplan als den Beatmungsbeutel zur Hilfe nehmen", sagte er.

Bisher drei Tote in der Fanzone

Die negative Seite der ansonst so positiven Einsatzbilanz: Bisher sind in den österreichischen Fanmeilen drei sehr junge Besucher gestorben. "Ursache war in keinem der Fälle Gewalteinwirkung, sondern Tod aufgrund einer Vorerkrankung", sagte Foitik.

Kreislaufschwäche

Aufgrund des schönen Wetters erwarte man am Wochenende mehr Einsätze - vor allem aufgrund von Kreislaufschwächen. Vor allem in den Stadien gäbe es viele Einsätze aufgrund von Kreislaufproblemen. "Viele Leute sind es einfach nicht gewohnt, so lange zu stehen", meinte der Rettungskommandant abschließend. (APA)