Wien - Die unkonsolidierte Bilanzsumme der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute stieg im ersten Quartal 2008 deutlich an. Seit Jahresbeginn stieg das gesamte Geschäftsvolumen um 3,6 Prozent nach einem Plus von 4,4 Prozent im Jahr davor, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Donnerstag mit.

Mit Ende des 1. Quartals 2008 erreichte die Bilanzsumme 931,51 Mrd. Euro. Der Marktanteil der 10 größten Banken gemessen an der Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2007 leicht um 0,1 Prozentpunkte und erreichte einen Anteil von 56,5 Prozent.

Im Kreditgeschäft stieg die Nachfrage nach Direktkrediten an inländischen Nichtbanken um 1,3 Prozent an. Die OeNB führt diesen Trend mehr Fremdwährungsgeschäft (+9,1 Prozent) zurück, das allerdings zu mehr als der Hälfte auf Wechselkurseffekte zurückzuführen war. Wegen dieser Entwicklung stieg der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten erstmals seit Ende 2005 wieder an und erreichte annährend das Niveau von Mitte 2007 (17,6 Prozent).

Insgesamt betrug der Einlagenstand Ende März 2008 264,46 Mrd. Euro. Die Zunahme von 2,4 Prozent geht auf höhere Spar- (+1,9 Prozent) und Termineinlagen (+13,0 Prozent) zurück, während es bei den Sichteinlagen einen Rückgang von 2,5 Prozent gab. (APA)