Ein Jahr nach der Wahl darf sich Samir Al-Mobayyed über seine neue Funktion als ÖH-Vorsitzender freuen.

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Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte. So kann man die plötzliche Wende im Streit um den neuen ÖH-Vorsitz zusammenfassen. Mit 32 Stimmen wurde der Jusstudent Samir Al-Mobayyed von der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wie Olvia Weiß, Pressesprecherin des VSStÖ im Gespräch mit derStandard.at mitteilte, wird Lisa Schindler vom ÖH-Vorsitzteam zurücktreten. Zuvor hatte die Aktionsgemeinschaft noch einen erfolgreichen Abwahlantrag gegen den früheren ÖH-Vorsitzenden Hartwig Brandl eingebracht. Al-Mobayyed soll zunächst bis zu einer außerordentlichen Sitzung der Bundesvertretung, des österreichweiten Studentenparlaments, am 30. Juni im Amt bleiben. Bei der Sondersitzung steht dann wieder eine Vorsitzwahl auf dem Programm.

"Mit der Wahl von Samir Al-Mobayyed hat die FLÖ wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht an konstruktiver Arbeit interessiert sind", sagt Nadja Gasser von den Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS).

Für ein konstruktives Weiterarbeiten fordert Gasser: "Wir fordern die AG dazu auf, jetzt nicht wie die FLÖ den Alleinvertretungsanspruch für die Studierenden anzumelden, sondern wie auch die GRAS gemeinsam mit anderen Fraktionen nach Lösungen für dieses 'Dilemma' zu suchen." Eine Schwächung der ÖH- Bundesvertretung bedeute nur eine Stärkung der Interessen des Wissenschaftsministers Johannes Hahn, der für die katastrophale Novellierung des Universitätsgesetzes verantwortlich zeichnet. (burg/derstandard.at, 20. Juni 2008)