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Carlos Santana spielt nächsten Dienstag in der Salzburgarena ganz, ganz viele Noten.

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Passend zu den Temperaturen beehrt ein Mann nächsten Dienstag Salzburg, dessen Musik gerade mit der Hitze und eventuell auch mit dem einen oder anderen Cocktail bestens konveniert: Carlos Santana, der Gottseibeiuns der tausend Noten an der Gitarre in fünf Minuten - inklusive angetäuschten Höhepunkts -, wird in die Salzburgarena fahren. Der mittlerweile 61-jährige Mexikaner vermengte bekanntlich als einer der Ersten US-amerikanische Rockmusik mit Charakteristika aus dem Latin, weshalb diese Musik ungleich besser in die Hüften schießt als die Ergebnisse von, sagen wir, ebenfalls musizierenden britischen Stahlstadtkindern im Regen. Dass Santanas nicht ganz uneitles Solieren bei Virtuositätsverehrern traditionell hochangesehen ist, verleidet davon weniger Begeisterten jedoch dessen Gesamtwerk.

Ebenfalls ein Virtuose an den schwarzen und weißen Tasten ist der in Wien nicht nur beim Life Ball gerne gesehene Reginald Kenneth Dwight, der Damenwelt besser als Elton John bekannt. Pardon! Sir Elton John! Er hat in einem Spiegel-Interview einmal gesagt: "Jedes Mal, wenn ich über die Schweizer Alpen fliege, denke ich mir, Mann, das hab ich mir alles durch die Nase gezogen." Das war natürlich viel früher als jetzt, heute frönt der einstige Lieblings-Popstar von Lady Di anderen Freuden - live spielen gehört dazu, und wenn man dem Mann neben einem Gespür für Melodien etwas zugestehen muss, dann, dass er trotz guter Fülle eine erstaunliche Kondition besitzt. (flu, DER STANDARD/Printausgabe, 25.06.2008)