Wien - Die easybank, Direktbank-Tochter der BAWAG PSK, soll einen strategischen Partner bekommen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Format" in seiner jüngsten Ausgabe. Als möglicher Partner werde die Generali Bank, eine Tochter der Generali Vienna, gehandelt. Auch eine Fusion der beiden Direktbanken sei im Gespräch.

"Durch den Ausschluss des Bezugsrechtes sollte die Möglichkeit der Beteiligung eines strategischen Partners geschaffen werden", heißt es in dem "Format" vorliegenden easybank-Aufsichtsratsprotokoll vom 21. Mai 2008. Demnach sollen über eine Kapitalerhöhung bis zu 30 Prozent an der easybank angeboten werden.

Die Generali Versicherung ist mit 3,2 Prozent an der BAWAG beteiligt und verkauft ihre Versicherungsprodukte über die BAWAG PSK-Filialen. Gemeinsam hat man auch eine Versicherungstochter, die BAWAG PSK-Versicherung, an der die Generali mit 50,01 Prozent die Mehrheit hält.

Bawag dementiert

Die Bawag weist die Schlussfolgerungen des Nachrichtenmagazins "Format" bezüglich der Kapitalerhöhung ihrer Direktbank-Tochter easybank zurück. Die easybank sei eine erfolgreiche und sich dynamisch entwickelnde Direktbank, die seit Jahresbeginn mehr als 20.000 neue Kontoeröffnungen verzeichnete und derzeit mehr als 205.000 Konten serviciere, heißt es in einer Bawag-Pressemitteilung.

"Wir sind als Bawag P.S.K. stolz, dieses erfreuliche Wachstum unsere Tochterbank mit zusätzlichem Kapital unterstützen zu können. Wir wollen die weiteren Schlussfolgerungen, die der 'Format'-Artikel aus dieser Kapitalerhöhung zieht, nicht weiter kommentieren, außer, dass die darin angeführten Behauptungen und Gerüchte nicht stimmen." (APA)