Toronto - Die rasant wachsende Beliebtheit von BlackBerry-Taschencomputern hat dem kanadischen Hersteller Research in Motion (RIM) eine Verdoppelung von Gewinn und Umsatz beschert. Allein zwischen März und Mai gewann RIM nach Angaben vom Mittwochabend 2,3 Millionen neue Kunden. Auch außerhalb von großen Firmenkunden kann der Konzern zunehmend Fuß fassen. RIM schaltete bereits Fernsehwerbungen, um seinen bisherigen Kundenstamm von gut 16 Millionen vor allem mit Privatleuten weiter zu steigern.

Der Umsatz kletterte im ersten Geschäftsquartal des Konzerns auf 2,24 Mrd. US-Dollar (1,42 Mrd. Euro), der Gewinn sprang auf 482,5 Mio. Dollar. Die verwöhnten RIM-Aktionäre hatten sich aber ein noch schnelleres Wachstum versprochen und quittierten die Zahlen am Donnerstag mit einem Kursrutsch von elf Prozent. Seit Anfang April hatten die Aktien jedoch 20 Prozent zugelegt. In den Vierteljahren zuvor war es RIM meist spielend gelungen, die Markterwartungen zu übertreffen.

RIM gab sich zuversichtlich, von der US-Wirtschaftsflaute ungehindert sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr weiter zu wachsen. Hierzu sollen etwa Geräte mit Multimedia-Funktionen wie das "Pearl" oder "Curve" beitragen, die sich vor allem an Privatleute richten. Vor kurzem kündigte der Konzern mit dem "Bold" auch ein neues High-End-Gerät an, das vor allem Geschäftskunden ansprechen dürfte. (APA/Reuters)