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Noch feiern die deutschen und spanischen Fans gemeinsam.

Foto: Reuters/Bader
Wien - Deutsch-spanischer Fan-Ansturm auf Wien: Im Laufe des Sonntags strömten tausende Fußballanhänger in die Bundeshauptstadt, um ihre Mannschaften beim Finale am Abend anzufeuern - entweder im Stadion, in der Fanzone oder in den Public Viewings. Auch wenn die Deutschen mit 40.000 Fans in der Überzahl waren, die Spanier (rund 15.000 Anhänger) waren eindeutig lauter.

Friedliches Finale

Die Exekutive rechnete mit einem friedlichen EM-Finale, so wie es bereits bei den anderen Spielen war. Es dürfte auch am Sonntag zu keinen gröberen Vorfällen kommen, sagte der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl. Bis zu 2.500 Beamte würden heute zusätzlich zum Normaldienst aufgeboten. Sie sollten durch 40 Wiener szenekundige Beamte, 15 deutsche und fünf spanische Spotter sowie zehn deutsche und vier spanische uniformierte Beamte unterstützt werden.

Unterdessen war die Anreise der Finalgäste vollem Gang. Aus Deutschland waren unter anderem vier Sonderzüge geplant. Mehrere Hundert Fans kamen mit Schlachtgesängen am Wiener Westbahnhof an. Die Spanier reisten in erster Linie mit dem Flugzeug an. 28 Maschinen sollten aus Spanien am Airport ankommen, aber auch drei aus Deutschland, so Brigitta Pongratz, Sprecherin des Airports.

Staatsgäste

Viel Arbeit für die Polizei bedeuteten die Staatsgäste, die auf ihren Wegen durch die Stadt von den Sicherheitskräften begleitet werden. Erwartet wurden unter anderem das spanische Königspaar sowie der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Am Finaltag stand auch ein Großaufgebot an Rettungskräften bereit: Insgesamt 850 Sanitäter und 60 Notärzte. Auch das Wiener Sanitätsteam erwartete einen ruhigen Tag, wie am Sonntag betont wurde. Wobei angesichts der hohen Temperaturen den Fans erneut dringend empfohlen wurde, viel zu trinken - und zwar Wasser, nicht Alkohol.

Kalte Erfrischung für die Fans

Die Feuerwehr wollte in der Fanzone wieder Wasserschläuche legen, um den Besuchern eine Abkühl-Möglichkeit zu gönnen. Die Fanmeile konnte gestern, Samstag, Abend übrigens ein rundes "Jubiläum" feiern: Gegen 18.00 Uhr wurde der einmillionste Besucher begrüßt.

Bei den 15 Spielen zählte die Polizei insgesamt 2,2 Millionen Fans, davon waren 1,2 Millionen Inländer. 600.000 Fußballbegeisterte kamen in die Stadien. Die Exekutive schützte 110 Staatsgäste und die Mannschaften. (APA)