Wien - Der Chef der an der AUA mitbeteiligten Vienna Insurance Group (Wiener Städtische Versicherung), Günter Geyer, hält einen Verkauf des unternehmenseigenen AUA-Aktienpaketes von 1,4 Prozent für möglich. Voraussetzung dafür sei allerdings eine garantierte "vorteilhafte Konstellation für den Flughafen Wien", sagte Geyer in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" (Samstagausgabe).

Bei einem eventuellen Verkauf der AUA-Aktien sei die Preisfrage zwar auch wichtig, im Zusammenhang mit der Standortfrage aber nachrangig, sagte Geyer. Er sei für jede Lösung, die sicherstelle, dass der Flughafen Wien weiter ausgebaut werde. Es gehe dabei nicht nur primär um die AUA und ihre Ergebnisse, sondern auch um den Wirtschaftsstandort: "Der Flughafen ist als Schaltstelle für den Osten und Südosten Europas von großer Bedeutung für die Firmen in Wien und Umgebung. Für mich ist daher jede Art einer Beteiligung an der AUA zweckmäßig, wenn damit die Aufwärtsentwicklung des Flughafens weiter vorangetrieben werden kann", so Geyer.

Für die Lufthansa

Eine Stand-Alone-Variante wäre für die AUA im Zusammenhang mit der Konkurrenzsituation und der Entwicklung des Kerosin-Preises die schwierigste aller Lösungen. Ein Partner müsste sicherstellen, dass der Flughafen Wien expandieren kann und der Standort gesichert wird. "Gegen die Lufthansa spricht nichts. Mir ist nur bewusst, dass der Flughafen München eine große Konkurrenz ist", so der Städtische-Chef.

Der Startschuss für die angepeilte Kooperation mit dem deutschen Rechtsschutzversicherer Arag könnte im kommenden Jahr fallen. Mit den "Vorfühlgesprächen" sei man noch nicht fertig. (APA)