Der Pkw-Kraftstoffverbrauch wird im Zuge der Abgasmessung nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) auf einem Prüfstand ermittelt. Dieser setzt sich aus einem Stadtzyklus und einem Überlandanteil zusammen. Der dritte angegebene Wert ist der Gesamtwert. Dabei wird der Verbrauch aus der Summe der gemessenen Gase errechnet, insbesondere aus dem CO2. Da die Masse der Schadstoffe (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid) im Vergleich zum CO2 sehr gering ist, kann man von einem direkten Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Verbrauch sprechen. Weil Diesel mehr Energie enthält als Benzin, entsteht beim Verbrennen von Diesel auch etwas mehr CO2.

Diese Ergebnisse stellen durchaus einen Maßstab für das Verbrauchsverhalten von Fahrzeugen dar. Sie weichen aber sehr oft ganz erheblich vom autofahrerischen Alltag ab. Das liegt nicht nur an unterschiedlichen Fahrstilen, sondern auch daran, dass eine typische Autobahnetappe im Messzyklus nicht berücksichtigt wird. Es wird lediglich einmal kurz auf 120 km/h beschleunigt.

Und noch ein Grund für die Abweichungen: Während große, leistungsstarke Autos die Fahrzyklen sozusagen spielerisch bewältigen, muss ein schwaches Auto fast an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit bewegt werden. Das beste Mittel, den versprochenen Prüfstandswerten möglichst nahe zu kommen: sparsamer Fahrstil. Dazu gibt es unzählige Tipps. Wie man's auch angeht: Den sparsamen Fahrer erkennt man vor allem daran, dass er nur selten bremsen muss. Denn dabei geht nämlich die meiste Energie unnötig verloren. (rs)