Maturareise, Sprachferien oder einfach Cluburlaub. Wer verreist und sein Urlaubsbudget schonen will, muss darauf achten, wann er die Bankomat- und wann die Kreditkarte einsetzt.

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Wien - Für die Schüler im Osten Österreichs ist es soweit: Die Ferien haben begonnen. Während die einen damit die Schule für immer abhaken und auf Maturareise fahren, stehen für die anderen vielleicht Sprachferien oder einfach nur Erholungstrips an.

Beim Bezahlen im Ausland sollten aber ein paar Regeln beachtet werden, damit das Urlaubsbudget nicht durch Spesen zusätzlich belastet wird.

Bargeld sollte nur in geringen Mengen mitgenommen werden, da bei einem Diebstahl die Urlaubskasse mitunter sofort leer ist. Wer für den Urlaub Geld umwechseln muss, sollte die Konditionen dafür bei den Banken vergleichen. Jede Bank verlangt für den Geldtausch eine Provision in Prozent des gewechselten Betrags. Je nach Bank kann das mindestens 1,5 Prozent sein. Besonders tief in die Tasche greifen muss, wer am Flughafen Geld tauschen möchte. Dort müssen Gebühren von bis zu fünf Prozent gezahlt werden. Billiger ist es oft, erst im Urlaubsort Geld zu tauschen bzw. mit der Bankomat- oder Kreditkarte Geld in der Landeswährung abzuheben.

Auf Gebühren achten

Für das Abheben von Bargeld werden jedoch Spesen verrechnet. Wer in Nicht-Euro-Ländern mit der Kreditkarte zahlt, hat laut AK mit Spesen von ein bis zwei Prozent zu rechnen. Geld abzuheben kommt noch teurer. Im Inland und im Euroraum werden drei Prozent verrechnet und eine Mindestgebühr von 2,50 bis vier Euro. Außerhalb des Euro-Raumes kommen zu den Mindestspesen noch Bearbeitungsgebühren von bis zu zwei Prozent (je nach Kartenanbieter) hinzu. Wird mit der Bankomatkarte bezahlt, werden 0,75 Prozent Provision plus 1,09 Euro Gebühr verrechnet.

Die Faustregel

Als Faustregel kann daher für den Nicht-Euro-Raum gelten: Bargeld mit der Bankomatkarte abheben, Rechnungen mit der Kreditkarte bezahlen. Im Euroraum fahren Urlauber mit der Bankomatkarte besser: keine Spesen beim Abheben und Bezahlen.

Für junge Reisende, die noch kein eigenes Konto haben und damit keine Kreditkarte bekommen, haben sich die Prepaid-Karten als Alternative entwickelt. Auf diese Karte kann ein vorher definierter Betrag aufgeladen werden, damit verfügt man quasi über ein elektronisches Taschengeld. Bezahlt werden kann damit weltweit an 10,3 Mio. Akzeptanzstellen, bei mehr als 1,2 Mio. Geldautomaten kann Bargeld bezogen werden. Die PrePaid-Karten sind mit einem PIN-Code geschützt. Geht das Geld aus, reicht ein Anruf bei den Eltern, sie können aus der Ferne per Überweisung Geld nachladen. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.6.2008)