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Johanna Dohnal dankte Doris Bures für ihr Engagement für Frauen nach einigen "grauslichen Jahren" während Schwarz-Blau. Heidrun Silhavy folgt Bures nach.

Foto: APA/Roland Schlager
Doris Bures hatte Tränen in den Augen, ihre Knie zitterten. Die - seit gestern - ehemalige Frauenministerin war bei der Amtsübergabe an ihre Nachfolgerin Heidrun Silhavy sichtlich gerührt. Bures zog noch einmal Bilanz über ihre 15-monatige Tätigkeit im Frauenministerium: "Wir haben viel auf den Weg gebracht", sagte sie, "von Tag zu Tag ist mir die Aufgabe mehr ans Herz gewachsen."

Die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal war gekommen, um Bures für ihr Engagement für Frauen nach einigen "grauslichen Jahren" während Schwarz-Blau, in denen es kein eigenes Frauenministerium gab, zu danken.

"Umstände haben entschieden"

Bures' Nachfolgerin Silhavy war am Dienstagabend von Bundespräsident Heinz Fischer als neue Frauenministern angelobt worden. Sie sagte zu ihrer Vorgängerin: "Die Umstände haben entschieden, dass wir diesen Wechsel vollziehen." Sie überreichte Bures, die ihr Büro am Minoritenplatz bereits geräumt hat und nun als Bundesgeschäftsführerin in die Parteizentrale in die Löwelstraße übersiedelt, ein Abschiedsgeschenk: einen Laotse-Ratgeber für Manager mit dem Titel "Meisterschaft durch Gelassenheit". Dieser solle ihr bei ihrer neuen Tätigkeit zur Seite stehen.

Bures übergab am Mittwochmorgen auch ihre Agenden des öffentlichen Dienstes an Staatssekretär Andreas Schieder, der sich dafür mit Blumen bei ihr bedankte. Für die Herausforderung der Ausarbeitung eines neuen Dienstrechtes wünschte sie ihm alles Gute. Bures empfahl ihm, sich auch in diesem Bereich für Frauen einzusetzen. (rwh, derStandard.at, 2.7.2008)