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Foto: APA/GEORG HOCHMUTH
Wien - Die österreichische Autorin Angelika Reitzer, die auch am diesjährigen Bachmann-Wettbewerb teilgenommen hat, erhält den mit 3.700 Euro dotierten Reinhard-Priessnitz-Preis 2008. Die 1971 in Graz geborene Reitzer beeindruckte die Jury "durch ihren souveränen Umgang mit Sprache", wie es in einer Aussendung des Literaturhauses heißt. "Ihre poetischen Bilder bestechen durch Präzision und Sparsamkeit", so die Juroren Gustav Ernst und Robert Schindel. Die Verleihung findet am 27. Oktober um 20 Uhr im Literaturhaus Wien statt.

"Im gekonnten Einsatz von Schnitten und Überblendungen, von Schärfe und Unschärfe und Lichtführung wird ihr Blick zur Kamera und ihre Erzählungen werden gleichsam zu Filmen", heißt es in der Begründung.

Werdegang

Angelika Reitzer wurde 1971 in Graz geboren und studierte Germanistik in Salzburg und Berlin. Die in Wien lebende Autorin erhielt bisher u.a. den Manuskripte-Literaturförderungspreis und das Hermann-Lenz-Stipendium 2007. Ihr Debütroman "Taghelle Gegend" (Haymon) wurde für den aspekte-Literaturpreis 2007 nominiert. Der Text, den Angelika Reitzer beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen hat, ist soeben im Prosaband "Frauen in Vasen" erschienen, den sie im Rahmen der diesjährigen O-Töne am 17. Juli im Wiener Museumsquartier vorstellen wird.

Der mit 3.700 Euro dotierte Reinhard-Priessnitz-Preis wird seit 1994 vom Bund (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) gestiftet und wird jährlich Autoren zuerkannt, die in deutscher Sprache schreiben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt auf Vorschlag einer Jury. Die Auszeichnung erinnert an einen der bedeutenden Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz, der 1985 40-jährig verstarb. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich unter anderen Kathrin Röggla (1995), Olga Flor (2003), Xaver Bayer (2004), Gerhild Steinbuch (2005) und zuletzt Ann Cotten (2007). (APA)