Neuemissionen im Biotech-Bereich waren selbst in den schlechten Monaten diesen Jahres immer für eine Vervielfachung des Kurses gut. Lion Bioscienes, GPC Biotech, Genecan und Medigen konnten ihre Kurse seit der Erstemission mindestens verdoppeln. Am 18. Oktober ist der nächste Kandidat an der Reihe. Die dänischen Biotech-Forscher von Genmab wagen den Schritt an den deutschen Neuen Mark, was noch nicht viele dänische Firmen zuvor gemacht haben. Gerade in und um Dänemark war der Tumult in den letzten Tagen nicht klein. Die 3 Millionen Dänen haben sich gegen einen Beitritt zur europäischen Währung EURO entschieden, was allerdings der dänischen Investorengemeinde wenig Freude bereitete. Für das börsennotierte Unternehmen Genmab kommt jetzt zum Kursrisiko noch das Währungsrisiko hinzu. "Wird die dänische Krone jetzt steigen oder fallen?", fragt sich sicherlich so macher bevor er die Neuemission zeichnet. Die Genmab AG jedenfalls will sich weiterhin der Forschung im Bereich Antikörper widmen und ist in diesem Feld bereits eine Kooperation mit der amerikanischen Medarex eingegangen, welche bereits 44 Prozent Aktienanteile an der dänischen Genmab hält. Die Hauptumsätze sollen in Zukunft durch den Verkauf von Lizenzen erwirtschaftet werden. Wer das Geschäft von Genmab genau verstehen möchte sollte sich in jedem Fall auf der Homepage von Genmab umschauen, oder sich Info zuschicken lassen. Die Aktie kann in der Preisspanne von 34 bis 40 Euro noch bis 10 Oktober gezeichnet werden. Es werden 6 Millionen Aktien (plus 900.000 Greenshoe) ausgegeben, was einer Marktkapitalisierung von rund 300 Millionen Euro entspricht. Damit ist der Titel im Vergleich zu früheren Neuemissionen wie Genscan oder Lion bioscience fast doppelt so hoch bewertet. (alexander moosbrugger)