Baltimore - Der "Biotechnologe" Yonathan Zohat von der University of Maryland hat auf der IMBC 2000 vorausgesagt, dass schon 2025 hauptsächlich gezüchteter Gen-Fisch gegessen werden wird. Zuchtanstalten mit Gen-Fisch seien angesichts der drastisch zurückgehenden Fangquoten der einzige Ausweg aus den zu erwartenden Lieferengpässen. Die UN Food and Agricultural Organisation berichtet, dass 60 bis 70 Prozent der Fischgründe in den Ozeanen durch Überfischung bedroht sind. Die Organisation schätzt, dass zwischen 2015 und 2025 die Hälfte der verzehrten Fische aus Zuchtfarmen kommen wird. Laut Zohat wird die Biotechnology stärkere, schneller wachsende, nahrhaftere Fische bringen, die sich das ganze Jahr vermehren. Man habe sich Jahrzehnte lang auf die Erforschung und Bewirtschaftung anderer Fleischlieferanten konzentriert. Die verbleibende Zeit für die Optimierung der Erträge aus den Gewässern könne unter Umständen viel kürzer sein, so Zohat. Der vom Unternehmen AF Protein geschaffene zehnmal schneller wachsende Lachs könnte innerhalb eines Jahres für den Verkauf freigegeben werden. Kritiker weisen darauf hin, dass der Gen-Fisch höchstens eine zeitweilige Lösung darstellen könne, das Problem der Ausbeutung der Seen und Meere lasse sich dadurch nicht lösen. (pte)