Salzburg - 530 großteils museale Exponate aus dem Besitz der Wiener Sammlerin Hilde Wittgenstein kommen am 25. Oktober im Salzburger Dorotheum unter den Hammer. Bei der Kollektion handelt es sich nach Angaben des Auktionshauses um eine der wenigen noch bestehenden Konvolute hochrangiger Volkskunst. In der Schaustellung ab 13. Oktober wird die Sammlung von Keramiken, Möbeln, Skulpturen, Krippenfiguren, Küchengeräten, Glas und Schmuck zum letzten Mal geschlossen präsentiert. Die teuersten Objekte sind repräsentative Möbel, etwa ein steiermärkischer Jahreszeiten-Schrank aus der Zeit um 1700 (Schätzpreis 180.000Schilling, 13.081 Euro) oder ein Tiroler Bauernkasten (120.000 Schilling). Besonders qualitätvoll ist das Angebot an Gmundner und Salzburger Fayencen des 18. Jahrhunderts. Neben klassischer Volkskunst umfasst die Sammlung auch topografische Druckgrafik und Altmeistergemälde. Hilde Wittgenstein war die Tochter des Wiener Hofjuweliers Köchert. Durch Heirat wurde sie Schwägerin des Philosophen Ludwig Wittgenstein. Die Sammlung füllte einst ihre Villa am Traunsee. (APA)