Wien - Kritik an frauenpolitischen Ideen der SPÖ übte ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl. Einerseits bezeichnete sie die Aussage Prammers, dass das Bundesgleichbehandlungsgesetz abgeschafft werde, als "schlichtweg falsch". Andererseits ortete Steibl Widersprüchlichkeiten bei der Argumentation der SPÖ. So habe sich Prammer kritisch zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten geäußert, während SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy eine "Änderung der starren Arbeitszeitregelungen" gefordert habe. Darüber hinaus stellte Steibl auch bei der Frage der Mitversicherung "Ungereimtheiten" auf SP-Seite fest. Immerhin sei die Diskussion um "die kostspielige Mitversicherung von Partnern ohne Kinder" 1996 von der damaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Ederer aufgebracht worden, die jetzige Kritik von Prammer sei daher "äußerst seltsam". (APA)