Mit der Initiative "Easy PC" wollen Intel und Microsoft den Heim-PC neu erfinden. Abseits von Design-Studien machen sich die Hersteller jetzt auch zur Benutzerführung Gedanken. Einige Easy PCs sollen bereits 10 Minuten nach dem Auspacken einen Start der vorinstallierten Anwendungen ermöglichen. Bei jedem weiteren Einschalten des Rechners vergehen laut Intzel nur noch 10 Sekunden bis zur Benutzbarkeit der Applikationen. Dazu ist freilich ein funktionierendes ACPI notwendig, das mit neuem BIOS und der zweiten Version von Windows 98 Realität werden soll. BIOS-Meldungen beim Start ebenso wie MS-DOS-Eingabeaufforderung sind beim Easy PC tabu - diese gelte es, solange die Consumer Edition von Windows 2000 noch nicht vorliegt, vor dem Erstkäufer eines PC zu verstecken, so Intel in einer Präsentation zum Easy PC. Auf Hardware-Seite sollen die ersten Easy PCs noch zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen. Sie basieren auf dem neuen Motherboard-Format FlexATX und verfügen außer DIMM-Slots intern über keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten. Die Grafik befindet sich festinstalliert auf dem Motherboard, einfache Upgrades etwa über das schon ältere Konzept der "Device Bay" sieht der Easy PC noch nicht vor. Aber laut Intel öffnen ohnehin nur 15 Prozent aller privaten PC-Käufer in den USA das Gehäuse. Antiquitäten wie serielle und parallele Schnittstellen, und sogar PS/2 und MIDI sollen nur noch intern vorliegen, aber nicht mehr als Anschlüsse nach außen geführt werden. Als Alternative empfiehlt Intel den USB, wofür den OEMs gleich vier Buchsen nahegelegt werden. Dafür verzichtet der Easy PC dann auch auf ein Diskettenlaufwerk. Als Zielgruppe sehen Intel und Microsoft vor allem Erstkäufer. Diese Kunden wollten vor allem ins Internet. Bis Jahresende erwartet man in den USA zwei Millionen Kunden, die per Kabelmodem oder DSL surfen wollen. Diese Kundschaft sei auch bereit, etwas mehr für die durch Design-Gehäuse etwas teureren Easy PCs zu bezahlen. (heise)