Berlin - Die Tier- und Pflanzenwelt ändert sich in Deutschland derzeit in rasantem Tempo durch eingeschleppte Arten. Mehrere hundert neue Tier- und Pflanzenarten seien inzwischen sesshaft, sagte der Ökologe Professor Ingo Kowarik am Rande einer Konferenz zu so genannten biologischen Invasionen am Freitag in Berlin. Immer häufiger gelangten neue Spezies durch Handel und Reisen von Kontinent zu Kontinent. Einige der biologischen "Eindringlinge" könnten traditionelle Lebensgemeinschaften zerstören und neue Krankheitserreger mitbringen. Daraus ergäben sich ernsthafte wirtschaftliche, ökologische und gesundheitliche Probleme, warnte Kowarik. Dennoch müsse behutsam auf die Veränderungen in Flora und Fauna reagiert werden. Über geeignete Maßnahmen diskutieren rund 100 Wissenschaftler aus sieben Ländern noch bis Samstag am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin. (dpa)