Hamburg - Nach dem denkwürdigen dritten Weltmeistertitel hat Ferrari-Star Michael Schumacher seinen Fans weitere Großtaten versprochen. "Es soll, das verspreche ich, nicht mein Letzter sein. Ferrari und ich haben noch eine Menge miteinander vor", erklärte der 31-Jährige in einem Exklusivbeitrag in der "Bild"-Zeitung. "Es ist mit Sicherheit meine wichtigste und wertvollste Weltmeisterschaft", bekräftigte der Deutsche nach dem vorzeitigen Gewinn der Formel-1-WM, den er am Sonntag in Suzuka mit seinem 43. Grand-Prix-Sieg perfekt gemacht hatte. "Irgendwie fasse ich es aber immer noch nicht", meinte Schumacher nach der feucht-fröhlichen Siegesfeier am Ende einer triumphalen Saison, die eigentlich erst am 22. Oktober mit dem Großen Preis von Malaysia in Sepang zu Ende geht. Doch im 17. Saisonlauf entscheidet sich nur noch die Konstrukteurs-WM: Ferrari fehlen drei Punkte zur Titelverteidigung. Die Macken des Champions Abergläubisch sei er nicht, meinte "Schumi", gab aber zu: "Ein paar Macken habe ich schon: Zum Beispiel, dass ich nur von links ins Auto einsteige." Warum? "Keine Ahnung! Ich mache es halt immer so." Nur ein einziges Mal habe er in diesem Jahr Zweifel am ersten Titelgewinn mit Ferrari gehabt, gab Schumacher zu: In Ungarn. "Budapest hätte das Ende aller Träume sein können." Er sei auf dem Hungaroring viel langsamer als Häkkinen gewesen - "und das Schlimmste daran: Wir wussten nicht warum." Vor dem Rennen in Suzuka habe er seinem Manager Willi Weber strikt verboten, "irgendwelche WM-Kappen drucken zu lassen. Das hat der 1997 und 1998 gemacht - und zwei Mal ging es prompt in die Hose". Nun ist es endlich vollbracht, Schumacher atmet tief durch: "Jetzt kann der Willi produzieren, so viel er will."(APA)