Der Grüne Abgeordnete Peter Pilz hat am Mittwoch in einer Aussendung kritisiert, dass der ORF die StudentendInnendemonstrationen nicht live im Fernsehen überträgt. Der ORF habe "gestern live einen Aufmarsch Kärntner Berufsdemonstranten übertragen", so Pilz. "Heute, wo tausende Studentinnen und Studenten unbezahlt und freiwillig auf die Straße gehen werden, wird die Live-Übertragung verweigert". Pilz forderte den ORF auf, "nicht nur die Demonstrationen, die ORF-Überwachungssekretär (Peter, Anm.) Westenthaler fordert, zu übertragen". Auch für Österreich sei es "besser, wenn nicht gestrige Veteranenaufmärsche, sondern die Kundgebungen der Menschen, die ein offenes und demokratisches Österreich vertreten", gezeigt würden. Bizarrer Reiz Der Freiheitliche Pressedienst attestierte der Forderung von Peter Pilz, die Studentendemonstrationen live im Fernsehen zu übertragen einen "bizarren Reiz". Die Aussagen von Pilz zum Kärntner Landesfestzug bezeichnete der FP-Pressedienst allerdings als "töricht". Man könne sich "vor allem die begleitenden Kommentare der ORF-Redakteure dazu lebhaft vorstellen", heißt es weiter. "Wir sehen dieser Medienzukunft Pilzscher Prägung jedenfalls mit Interesse entgegen." (APA)