Wien - Die ÖBB investieren in die Modernisierung von 43 Bahnhöfen mittelfristig mehr als 8 Mrd. S. Davon kommen rund 5 Mrd. S aus dem Infrastrukturbudget, der Rest wird aus dem ÖBB Absatzbereich sowie Public-Private-Partnerships aufgebracht. Verkehrsminister Schmid, der die Bahnhofsoffensive am Donnerstag gemeinsam mit ÖBB-General Helmut Draxler präsentierte, sieht die Bahnhöfe als "Visitenkarte der ÖBB und des Schienensystems." Draxler bezifferte das von der Bahnhofsoffensive ausgelöste Bauvolumen mit über 23 Mrd. S, hauptsächlich im privaten Sektor. Von der Offensive würden künftig 70 Prozent der 500.000 täglichen ÖBB-Kunden profitieren. Verdoppelung der Immobilienerträge Die ÖBB erwarten aus der kommerziellen Nutzung ihrer Immobilien eine nachhaltige Verdoppelung ihrer Immobilienerträge von einer auf 2 Mrd. S im Jahr. Fast alle Projekte werden 2001 begonnen, die Fertigstellungstermine reichen teils bis ins Jahr 2007 (Bahnhof Wien Nord). Die ersten großen Bahnhöfe, die neu gestaltet werden, sind Linz und Graz. Es folgen Innsbruck und Salzburg (Baubeginn 2002). Die von den ÖBB bereits groß angekündigte Bahnhofsoffensive war zwischenzeitlich aus budgetären Gründen auf nur acht Bahnhöfe zusammengestutzt worden, nach einer neuen Kostenaufteilung wird das ursprüngliche Ausmaß aber doch durchgezogen. Die ÖBB-Infrastruktur muss um 3 Mrd. S weniger zahlen, die Schieneninfrastrukturfinanzierungsgesellschaft SCHIG steuert laut Schmid 1,3 bis 1,5 Mrd. S bei, der Rest soll mit Hilfe privater Kofinanzierung aufgestellt werden. (APA)