Wien - Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) glaubt an das Imax. Und deshalb wird sie den Neubau des Großleinwandlichtspielhauses beim Technischen Museum bezahlen. "60 bis 70 Millionen Schilling", rechnete BIG-Geschäftsführer Hartwig Chromy Donnerstagvormittag im Kinosaal des alten Imax vor, werde man bis Oktober 2001 hier verbauen. Danach weitere 30 Millionen in eine Tiefgarage investieren. Und dann noch einmal 130 Millionen Schilling in eine Halle, die rund um das neue Imax errichtet werden soll. Gut angelegtes Geld, wie Chromy versichert, "unsere Investitionen werden über langfristige Mietzahlungen refundiert". Und daran, dass er seinem Vermieter das Kino bezahlen können wird, macht sich Alfred Gelbmann keine Sorgen. Schließlich, weiß der Geschäftsführer des Wiener Imax, ist sein auf Natur- und Panoramabilder spezialisierter Filmpalast kein Multiplex und folglich wohl kein Kombatant in der Vernichtungsschlacht der Großkinocenter in Wien: Von - derzeit - 500.000 Besuchern pro Jahr soll das Besuchervolumen auf 700.000 steigen. Dank einer Vergrößerung der Leinwand von 400 auf 600 m² und der Erhöhung der Sesselzahl von 295 auf 450. "Kühn", betonte Gelbmann, wäre das Unternehmen dennoch: Schließlich sollen neben den derzeit zweidimensionalen Panoramabildfilmen im neuen Imax auch Filme in 3D-Technik gezeigt werden. Der Neubau, der das derzeitige Langzeitprovisorium ersezten soll, werde auch Raum für Synergien bieten, freute sich Gabriela Zuna-Kratky, die Direktorin des benachbarten Technischen Museums: Gemeinsame Themenschwerpunkte und Kombitickets sollen helfen, eine "Kulturachse Wien West" zu etablieren. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13. 10. 2000)