Der diesjährige Friedensnobelpreis ist an den südkoranischen Präsidenten Kim Dae Jung vergeben worden. Das norwegische Nobelkomitee begründete die Entscheidung am Freitag in Oslo mit der "großen moralischen Kraft", mit der sich der für die Versöhnung in seinem geteilten Land eingesetzt hat.1980 war Kim Dae Jung zum Tode verurteilt Der Menschenrechtskämpfer Kim Dae Jung hatte viele Jahre in Haft verbracht und war 1980 unter dem Militärdiktator General Chun Doo Hwan zum Tod verurteilt worden. Nach seiner Wahl zum südkoreanischen Staatspräsidenten bemühte er sich um eine Aussöhnung mit dem kommunistischen Norden. Der Preis wird traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Anwesenheit des norwegischen Königs in Oslo überreicht und ist in diesem Jahr mit neun Millionen Kronen (ca. eine Million Euro) dotiert. 1999 wurde die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (Medecins sans frontieres/MSF) ausgezeichnet.(APA/AFP)