Turin/Aosta/Martigny/Locarno - Die Opferzahlen steigen nach den schweren Unwettern in Norditalien und der Schweiz weiter. Nach jüngsten Berichten des staatlichen italienischen Fernsehens forderten Regenfälle und Schlammlawinen mindestens 13 Menschenleben, mindestens 3.000 Personen mussten ihre Häuser verlassen. Allein im Aostatal seien zehn Menschen ertrunken. Zwei Tote dürfte es im schwer betroffenen Piemont gegeben haben, an der ligurischen Küste starb ein Seemann. Furcht vor weiteren Schlammlawinen Der italienische Zivilschutz fürchtete weitere Schlammlawinen. Nachdem die Niederschläge kurze Zeit ausgesetzt hätten, regne es erneut. Durchgreifende Wetterbesserung erwarten die Meteorologen erst am Dienstag. Schweiz In der Schweiz ist mit insgesamt bis zu 16 Toten zu rechnen. Ein Erdrutschopfer wurde in der Nacht auf Montag geborgen. 13 bis 15 Menschen wurden nach unterschiedlichen Angaben noch vermisst. Sie waren an der italienischen Grenze im Dorf Gondo unter einer Schlammlawine begraben worden. Die Suche wurde am Montag wieder aufgenommen. Etwa 100 Personen mit Spürhunden beteiligten sich daran. Montag früh entspannte sich die Lage in dem am schwersten betroffenen Schweizer Kanton Wallis leicht. Der Regen ließ nach, Entwarnung gab der Krisenstab jedoch nicht. Im Tessin erreichte der Pegel des Langensees am Montag einen neuen Höchststand. (APA/dpa/sda/AP)