Graz - Trotz sexueller Aufklärung sind junge Mädchen als Mütter auch in Österreich keine Seltenheit. Die Steiermark rangiert nicht nur österreichweit, sondern auch im europäischen Vergleich an der Spitze jener Regionen mit der höchsten Zahl an Teenager-Müttern. Am kommenden Samstag (21. Oktober) diskutieren in Graz österreichische Soziologen, Mediziner, Psychologen und Juristen über die aktuelle Situation und Wege der besseren Zusammenarbeit der Institutionen zum Wohle der Mütter und Kinder. England und Portugal führend Laut der letzten Erhebung sind 5,6 Prozent der Steirerinnen bei ihrer ersten Geburt unter 20 Jahre alt. Einen höheren Anteil an Teenager-Geburten gibt es europaweit nur noch in England (rund sechs Prozent) und Portugal (rund acht Prozent). In den Niederlanden, Belgien und Frankreich sind es um die zwei Prozent. Ob diese Zahlen allerdings als Erfolg im Bereich der Aufklärung gewertet werden kann, ist ohne das Wissen über Schwangerschaftsabbrüche nicht zu beurteilen und wird u.a. auf der Tagung diskutiert werden. Ziel und Schwerpunkt der Veranstaltung ist "die Optimierung der Zusammenarbeit sozialer, medizinischer, psychologischer und rechtlicher Fachleute und Institutionen im Bereich des Kinderschutzes in Österreich", so die Organisatoren Marguerite Dunitz-Scheer und Peter Scheer von der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Veranstaltet wird die Tagung vom Verein "Kinderschutz" des Grazer Kinderschutzzentrums und dem Sozialministerium. Symposium "Die jugendliche Mutter", 21. Oktober, ab 9.00 Uhr, Hörsaal der Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde, Auenbruggerplatz 30, 8036 Graz<> (APA)