Lausanne - Mit einer Sprühaktion haben Unbekannte in Lausanne ihrer Enttäuschung über die Olympia-Entscheidung gegen den Schweizer Ort Sion Luft gemacht. Wie ein Sprecher der örtlichen Polizei in der Nacht zum Sonntag bestätigte, wurde eine Statue vor dem Museum des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit den Worten "Mafia IOC" besprüht. Kurzzeitig seien die Polizeikräfte vor dem Museum verstärkt worden. Die Vollversammlung des IOC hatte am Samstag in Seoul die Olympischen Winterspiele 2006 überraschend an die norditalienische Stadt Turin vergeben. Sion hatte als Favorit gegolten. In Sion blieb es ruhig. Am Samstag früh hatten mehrere tausend Menschen auf dem Rathausplatz die Live-Übertragung zu der Entscheidung verfolgt. "Nach der Negativ-Entscheidung sind die Leute nach Hause gegangen", sagte ein Sprecher der Kantonspolizei. (APA/dpa)